Schnipselmontag (21): aliOOFT – Instant Liking

Uhrenvergleich: fünf Uhr und zweiunddreißig. Das ist ungefähr die Zeit für diesen Track hier. Innerhalb weniger Minuten, ach was!, Sekunden für gut befunden. Nicht unwahrscheinlich, dass der durch die Boxen kommt am 18.12. bei LAMETTA BERETTA.

Und bitte auch  noch einen warmen Applaus für folgenden Remix von den Herrn von aliOOFT:

Ach, das Beste kommt halt doch zum Schluss. Don’t you worry!

No worries at all: TT

 

 

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Lametta Beretta – 2 Jahre Gut wie Gold

Liebe Festgemeinde,

der Heiland, er wird kommen und zwar in Form einer gewaltigen Konfettikanone! Am 18.12. wagt sich GUT WIE GOLD nach langer, langer Abstinenz wieder aus seinem Bau und nähert sich tänzelnd und säuselnd dem Feste aller Feste!
Und natürlich, NATÜRLICH haben wir auch dieses Mal tief in der Mottokiste gekramt und etwas gefunden: unsere Spielzeug-Beretta nebst güldenem Konfetti! Macht Euch also bereit für

LAMETTA BERETTA – GUT WIE GOLD feiert sich Weihnachten schön!
am Samstag, 18. Dezember 2010
im Neuen Schauspiel Leipzig
in der Lützner Str. 29, 04177 Leipzig
ab 22.30 Uhr
Eintritt: 3 Euro
Getränkekarte positiv-eklektisch oder so und sowas von unterpreisig wie immer. In anderen Worten: Gin Tonic Gurke, Augustiner, Rotkäppchen, Zäpfle und vieles mehr!

Lametta Beretta - 2 Jahre Gut wie Gold; am 18.12.2010 im Neuen Schauspiel Leipzig

Dreiteiler

Neulich in Braunschweig ist mir das hier passiert:

Es war schon dunkel, Handy am Ohr, zack, hängengeblieben, Brett rollt unter parkendem Auto durch und wie in Zeitlupe auf die Straße, Auto kommt, fährt genüsslich drüber, Rateng, alles unspektakulär.

Jetzt überlege ich, was ich mit dem Deck machen kann. Achsen und Rollen werden natürlich weiterverwendet.

Das Deck besteht aus neun Lagen kanadischem Ahorn. Das möchte ich nicht einfach wegwerfen. Vielleicht kann man etwas daraus bauen?

Zwei Japaner haben aus ihren Decks einen Delfin mit Rollen gebaut.

Die hier formen aus Kleinteilen Mosaike.

Diese Masken für die Wand gefallen mir besonders gut. Wenn man nach Kunst aus zerbrochenen Skateboards googelt, findet man Unmengen. Vielleicht sollte ich das Deck doch wegschmeißen?

Aus Hamburg im Schnee: k’noff

Überhöhung des Banalen

Die Sendung „Druckfrisch“ mit Denis Scheck sehe ich gerne. Nicht weil ich mich übermäßig für die besprochenen Bücher und interviewten Autoren interessiere, sondern weil der Mann sich so viel Mühe gibt, Vampirschmonzetten und Glücksratgeber mit präzisen Punchlines zu zerquetschen.

Außerdem sind die Bilder schön, werden aufwendig gedreht und clever geschnitten. Was dazu führen kann, dass der Kameramann samt Steadycam auf einem Segway um den Moderator kreist. Und das alles spät nachts und einmal im Monat in der ARD.

Einmal diente der Leesesaal der Deutschen Bücherei in Leipzig als Kulisse.

Vergangene Woche nahm sich Denis Scheck in seiner regelmäßigen Besprechung der Bestseller-Liste einer Biographie über Robert Enke an.

Zitat:

„Dieses Buch trägt bei aller aufklärerischen Absicht seinen Teil bei zu jener idiotischen Heroisierung des Sports, zur Verblödung insbesondere der deutschen Männer und zur Verödung unserer Medien durch die groteske Überschätzung jenes nationalen Irrsinns namens Fußball, der daraus resultierenden Überhöhung des Banalen und der Banalisierung des Hehren, zum Verlust von Werten und zur Eintrübung des ästhetischen Geschmacks.“

(exakt bei Minute 3 im verlinkten Video)

Was für eine wohltuende Wut.

k’noff

Blühende Fantasien in Bitterfeld: Eine Leseempfehlung

Der Kollege Thomas Trappe, manche nennen ihn auch den Riesa-Blogger, den Nudel-Walter-Exegeten, dieser gute Mann also hat sich nun einmal aus Sachsen herausgewagt, wo er sonst lebt (Leipzig) und arbeitet (Riesa). Warum? Um sich Sachsen-Anhalt anzusehen, genauer: Bitterfeld. Bitter? Keineswegs!

Trappe schildert das verzweifelte Bemühen des einst „dreckigsten Ort Europas“, eine schöne saubere oder, um in Trappes Worten zu bleiben, „eine hochsanierte leergewohnte 15.000-Einwohner-Stadt“ zu werden. Helfen sollen dabei neu angelegte Seen (in den Gruben ehemaliger Tagebauten, eine Spezialität der Region, sowohl die Gruben als auch deren Umwidmung in sog. Seen(landschaften)), schwimmende Hotels und allerhand Tand, von dem man noch nicht weiß, wie sinnvoll und hilfreich er wirklich sein wird auf dem Weg zum sauberen Bitterfeld. Der Text, in dem das alles viel, viel, viel elaborierter, schöner und geistreicher erzählt wird, ist im Tagesspiegel und der Sächsischen Zeitung erschienen. Und natürlich auf Trappes Blog.

Schönste Zeile aus dem Text: „Er liebte sie, als es hier stank und aussah wie in Teufels Küche, er liebt sie heute, da sich in ihrem südwestlichen Ende ein stiller See in die Hüfte drückt.“

Begeistert gelesen von: TT

Schnipselmontag (20): How to make gas money with „Dark Dark Dark“

Ah, geil, super Bandentstehungsgeschichte eben gelesen bei Tinymixtapes: Freunde machen Musik, sind an langweiligem Ort, beschließen an spannenderen Ort zu fahren und cruisen deswegen von Minneapolis (Norden) nach New Orleans (Süden). Benzin teuer, Geldbeutel leer. Lösung für dieses Problem? Musik.  Bedauerlicherweise lief dieses „getting gas money“-Geschäft so gut, dass aus der Roadtrippin‘-Kapelle eine mit Festnetzanschluss wurde und sich den Namen „Dark Dark Dark“ gab.

Super Geschichte, aber auch: super Band. Und mir bis vor kurzem noch völlig unbekannt. Und damit nicht weiter schale Worte das Web füllen, hier erstmal ein Höreindruck:

Ein großer Geist nannte die Musik „glasklar“ und „großartig“ und dem ist ja nichts weiter hinzuzufügen. Außer vielleicht, dass die Band aus Minneapolis nach wie vor keinen Plattenvertrag hat (Frage: Braucht man das? Könnte man sich diesen Part bei Bands nicht eigentlich in einer Rezension schenken?) und sich textlich, wie Midlake auf „The Trials of Van Occupanther“, viel mit der Natur, Wäldern, Tieren, Insekten auseinandersetzt. Instrumente kommen dabei auch natürlich auch vor, allen voran das Akkordeon und das Klavier, dazu noch Bass, Trompete, Klarinette und Banjo, gespielt von fünf Bandmitgliedern.

Dark Dark Dark, by Tod Seelie

Dark Dark Dark, by Tod Seelie

Ein sehr ausführlicher Text zur Band findet sich beim BlastMagazine, die Myspace-Seite hat wie immer Videos und Musik zu bieten und bei RCRD.LBL gibt es sogar noch mp3s und einen leicht tanzbaren Remix von „Daydreaming“.

Das neueste Album „Wild Go“ kann man hier kaufen: BrightBrightBright.

Got himself a room-service treat tonight: TT

Pop hat mit selbst Musikmachen nichts zu tun

 

 

 

 

 

Auf der A 7 läuft das Radio.

Katy Perry ist schon irgendwie cool, sage ich ohne nachzudenken.
Der Beifahrer schüttelt sich.
An der ist doch nichts echt, die kann doch gar nichts.
Das ist eben Pop. Da ist das normal.
Wenn du selbst Musik machen würdest, dann würdest du das anders sehen.
Pop hat mit selbst Musikmachen nichts zu tun.
Mir ist es wichtig, dass sich jemand was dabei gedacht hat, bei der Musik.
Der Produzent von Katy Perry hat sich aber doch sicher was dabei gedacht.
Ja, wie man Musik macht, die sich verkauft.
Aber das muss man doch auch erst mal können.
Wenn das Geldverdienen bei Musik im Vordergrund steht, zweifle ich das an.
Es geht aber doch nicht nur um Musik. Katy Perry sticht als Person hervor.
Die spielt doch bestimmt nicht mal Gitarre. Die kann doch gar nichts.
Doch, die spielt die Verpackung. Das muss man auch anerkennen.
Das ist doch wie wenn einem ein Staubsaugervertreter Mett-Brötchen verkauft.

Irgendein Handy klingelt.

 

 

 

 

 

k’noff