Archiv der Kategorie: Watch it

Ghosts on my hard-drive

Den kompletten Backkatalog eines Labels zu erfassen, gelingt ja nur unter großen Entbehrungen. Wie gut, dass es da „immer öfter“ und „immer besser“ Veröffentlichungen gibt, die sich darauf konzentrieren, ein kleines Schaufenster hinein in die Lager zu sein. Ghostly aus den USA ist dem einen oder anderen vielleicht bekannt als Plattenfirma von School of Seven Bells, Lusine oder Matthew Dear (den manche sicher von diesem The XX-Remix her kennen). Wenn nicht, sollte man das schleunigst ändern, denn wie schreiben die Kollegen bei NPR so präzise: „Its mix of indie rock and electronica, often called „avant pop“ by management and critics, offers fans of each an entry point to the other. The label is consistently both accessible and avant-garde.“

Ghostly Art

Ghostly Art

Genau dort, bei NPRs „All Songs Considered“ gibt es nun dieses Schaufenster in die Lagerhallen von Ghostly zum kompletten Anhören. Also, als Stream, komplett, aber ohne Runterladen. Das Fenster hat natürlich einen Namen, einen gar hübschen, wie ich finde: We’ll Never Stop Living This Way: A Ghostly Primer. Ich stehe ja insgeheim auf diese Doppelpunkt-Orgien, die einen durchschnaufen lassen, bevor dann das Grande Finale kommt. A PRIMER! Tatataaa! Sehr gut.

Eine besondere Hörempfehlung haben die Labelweisen gleich an den Anfang der Compilation gepackt und weil es so gut ist, gibts hier auch gleich ein Meta-Schaufenster zu Gold Pandas „Peaky Caps“.

Erwähnt und gehört werden sollte auch der Lusine-Remix von School of Seven Bells‘ „Half Asleep“.

Kaufen kann man das gute Stück, also das ganze Schaufenster, nur digital bei Ghostly himself, aber erst ab dem 14. Dezember. Schönes Weihnachtsgeschenk!

Mehr zu Ghostly gibt es hier, mehr kostenlose Musik von ihnen hier und dort wird sie demnächst zum Tanz aufgespielt.

Schwelgt noch zu Aerocs“My Love, The Wave Break“: TT

Heute mal was über Florian Silbereisen

Heute schreibe ich, dachte ich mir vorhin so beim Schlendern durch Prenzlauer Berg das Belgische Viertel, heute schreibste mal was über Florian Silbereisen. Einfach so. Also los geht es: Florian Silbereisen. Und schon hat man was über ihn geschrieben. So simpel.

Lieber würde ich aber was zu der von mir seit Jahren offenbar übersehenen Band „Mobius Band“ sagen bzw. schreiben. Ganz richtig: ohne Ö. Sondern mit O. Mobius. Das sog. Möbius Band ist irgendwas Mathematisches, ein Körper mit einer Kante und einer Fläche oder so. Soll auch einfach zu bauen sein: Nimmste n Streifen Papier und klebst die Enden aneinander, aber, Obacht!, vor dem Kleben bitte einmal drehen. Das sind dann am Ende so aus:

Streifen, Drehen, Kleben, Möbius

Streifen, Drehen, Kleben, Möbius

Ziemlich spektakulär. Und zurück zur Band. Die nehmen sich offensichtlich nicht nur Lieder anderer Bands und Künstler vor, aber auch. Und das mit ziemlichem Erfolg, wie ich finde. Sie deshalb schnöde eine Coverband zu schelten, fände ich übertrieben, schließlich sind Remix und Cover die Ingredienzen einer jeden KünstlerInnen-Existenz, es sei in diesem Zusammenhang an HH erinnert: Helene Hegemann. Gefickt wurde da jedenfalls noch nicht.

So, zum dritten Mal zurück zu Mobius: Besonders beeindruckend finde ich, wie sie aus Liedern von mir fernen sog. Künstlern wie Kanye West oder den Dixie Chicks absolut hörbare und wunderbare Songs basteln. Oder eben auch von mir näheren wie Daft Punk. Das klingt dann so:

Das Supernste aber ist, wie der Österreicher sagen würde, das Supernste ist, dass man alle EPs, auf denen diese Coverversionen sind,  für umme runterladen kann. Und damit es nicht so ein Geschisse ist, sind hier die Links zu den ZIP-Dateien:

Empire of Love

Love will reign supreme

Wer sich jetzt fragt: Liebe? Dem sei gesagt: Sind EPs, die zu den vergangenen Valentins-Tagen rausgebracht wurden. Mit dabei ist auch eine wunderbare Version von „Baby, we’ll be fine“ von The National, die wiederum Ende Mai ein neues Album rausbringen und am 9. Mai in Berlin im Astra spielen. Wo auch immer das sein mag. Ich werde dort sein.

Und jetzt noch einmal Florian Silbereisen:

Will so etwas öfter sehen: Tante Taifun

Schnipselmontag (16): Analogsoul und detektor.fm

Nikolaus war gestern, Weihnachten ist überübermorgen. Die Gegenwart heißt: detektor.fm. Vielleicht wird es auch der Spitzname der Zukunft des Radios, denn: Detektor.fm heißt ein neuer Radiosender, der aus dem schönen Leipzig für die Welt sendet. Und zwar unter dem schönen Claim „Zurück zum Thema“. Die Selbstbeschreibung des Senders findet ihr hier und hier. Kleiner Auszug gefällig?

Bitte sehr:

„detektor.fm veranstaltet ein qualitativ hochwertiges Radioprogramm. Mit Sitz in Leipzig ist es weltweit online empfangbar. detektor.fm verpflichtet sich der fairen und vollständigen Darstellung von Geschehnissen und Themen im Programm und auf seiner Online-Plattform. Seine Mitarbeiter bekennen sich zu journalistischen Standards, die Grundlage für den eigenen Anspruch sind, hintergründige Publizistik zu produzieren. detektor.fm berichtet unabhängig, ausgewogen und mit der größtmöglichen Sorgfalt.“

Klingt vielleicht erstmal hölzern, aber der erste Höreindruck ist ein durchweg positiver. Außerordentlich gelungene Musikauswahl, sympathische Stimmfarbe bei den ModeratorInnen und zum Glück, das kann man ja nicht wert genug schätzen, keine nervigen Jingles und penetranten Station-IDs. Weiter so!

Zum Sendestart schenkt Euch das Team jeden Tag einen Song zum Download. Gehet hin und holet ihn Euch! Bisher verschenkt wurden Songs von Lena Malmborg, Super 700, Tele, Friska Viljor, I Might Be Wrong und Dear Reader. Türchen 3 finde ich irgendwie nicht.

Unser zweites Geschenk kommt ebenfalls in Form eines digitalen Adventskalenders daher. Die Jungs von Analogsoul, einem Leipziger Netlabel und Veranstaltungs-Bookings-Dingens, haben 24 hübsche Präsente verpackt und werfen eines davon im Vorlauf zu Weihnachten jeden Tag in deinen digitalen Warenkorb. Den musst Du jetzt nur noch hierher lenken und los geht’s! Zitat der Analog-Jungs dazu (wir könnten es kaum besser sagen): „über die adventszeit kommt so ein soundtrack aus projekten, die wir mögen und unterstützen zustande. von live-electronica über singer/songwriter bis elektro-pop, passt nie ganz in schubladen und hat vor allem immer hohe qualität.“ Jubb, so isses.

Geht mal seine Päckchen packen: Tante Taifun

Das lassen wir einfach so stehen

Fällt mir nichts zu ein. Einfach großartig. Wenn sich bis Samstag 18 Uhr zehn Leute per Kommentar den Song wünschen, spiel ich ihn. Wenn nicht, dann guckt Euch halt den Clip hundert Mal an. Macht wahrscheinlich eh mehr Spaß…

Schon ganz aufgeregt: the:hoff

Raus, raus, raus: 50 grandiose Lieder für umme bei INSOUND

Good lord, wo kommt dieses Geschenk denn jetzt schon her? Bei INSOUND verschenken sie eben mal 50 mp3s von so unbedeutenden Bands wie:

Bon Iver

Grizzly Bear

Sonic Youth

Neon Indian (Tipptipptipp)

Phoenix

Bitte schnellstens hierlang und runterladen. 50 mal für umsonst ist gleich? Umsonst. Danke, lieber Stylespion für diesen Tipp.

 

Freut sich wie Bolle auf Samstag: Tante Taifun

Tanzcontest, die Zweite

Und auch heute wieder: Neues aus der Rubrik „Little kids can dance, vielleicht sogar better than you!“ Danke an Claudia, die Busfahrerin, bei der ich das hier gefunden habe.

Wer es, also die Tatsache, dass die kleinen Scheißer am Ende doch besser tanzen, wer das also nicht glaubt, möge am 21.11. vortanzen. Der Gewinn ist NICHT teilbar und besteht aus feuchten Schlabberküssen und Getränken.

Kind, mach Tanz!

Cabin crew totally ready for take-off: Tante Taifun

Schnipselmontag (15): Kinder sind die Größten – BENI, Original und Remix

Ich wünsche mir für unseren ersten Geburtstag ja, nebem fantastischen Essen und einer Hand voll DJ-Sets, die sich gewaschen haben, einen Tanzwettbewerb. Wer dabei annähernd an diese Kids aus den USA rankommt, kriegt nen Kuss von mir. Und drei Freigetränke auf mein Konto.

BENI ist übrigens ein belgischer , äh, Künstler. Also er macht Musik, andere sagen, naja, Musik. Es ist halt elektronisch und man kann seinen Poppes dazu hübsch kreisen lassen. Er passt also ganz hervorragend zu uns! Auch weil er beim von uns hochgeschätzten Label Kitsuné zuhause ist. Mehr Infos zu BENI kriege ich gerade nicht zusammen. Aber man höre und kreise (den Poppes, nicht vergessen!).

Vielleicht auch zu diesem Remix von Harvard Bass, den es hier gratis gibt?

Macht heute einen auf Montag: Tante Taifun

Monster im Hinterhof

Moin!

Ihr wollt wissen, warum ich gestern nicht in der Bibliothek war? Ich habe etwas ausprobiert.

Gut, es ist nich nicht ganz perfekt, es war ein Testlauf. Die Bauanleitung poste ich später. Muss erst noch bei den Jungs von Tsuburaya Productions nachfragen. Die machen Superheldenfilme wie „Ultraman: The Next“ – kennt Ihr.

theeeeee:hoff!

Tetmusik, Bodi Bill und Limousine Rot: Deep shit aus Leipzig

Was lese ich da bei den Herrschaften von BACHSODA? Limousine Rot haben Bodi Bill geremixt. Heissa! Und wie gut sie das gemacht haben, die Jungs, die noch im vergangenen Jahr Vorband von Bodi Bill in der Distillery waren.

Erschienen ist das Ganze beim neuen Leipziger Label tetmusik, eine Einrichtung, zu deren Unterstützung hiermit dringend aufgerufen wird.
Ganz feuchte Augen hat: Tante Taifun

Malen nach…Malen mit Sand und Musik: Kseniya Simonova

Der Stylespion hat’s entdeckt, wir wollen es nicht länger unverbreitet lassen: Kseniya Simonova ist die Gewinnerin der ukrainischen Ausgabe der britischen Show Britain’s Got Talent, die jüngst die berühmte Susan Boyle hervorgebracht hat. Ihr wisst schon, die Dame, die so gegen den Strich gebürstet aussieht wie einst dieser kleine Mann.

Zurück in die Ukraine und zur zauberhaften Kseniya Simonova. Diese malt mit Sand. Jawohl. Auf einem transparenten, von unten beschienenen Untergrund liegt eine dünne Sandschicht. Simonova steht davor, auf Hüfthöhe die Platte mit dem Sand. Dann setzt Musik ein und die Kameraperspektive wechselt von Frontal auf „von oben drauf“, wie auch immer das im Fernsehsprech heißt. Man sieht Simonovas Hände über die Platte wirbeln, hier einen Federstrich ziehen, dort einen. Wie bei Bob Ross entsteht so in Echtzeit ein Gemälde mit einer Straße, einer Bank, Sträuchern, einem Paar. Doch anders als Ross geht Simonova weiter: Sie entwickelt die Geschichte hinter dem Bild indem sie selbiges wieder verwischt. Andere Figuren aus der Verwischung entstehen lässt, das Ganze immer begleitet von darauf abgestimmter Musik.

Außer ukrainischen, mir nicht verständlichen Quellen, gibt es bislang diesen Artikel hier über Simonova, erschienen im englischen Guardian. Darin wird auch die Geschichte, die Simonova mit Sand erzählt, ein wenig ausgeführt. Vielleicht erkennt man sie aber auch einfach, wenn man ihren Auftritt im ukrainischen Fernsehen ansieht:

Und so malt Bob Ross nachts bei BR Alpha:

Äh, so:

Das ist übrigens das deutsche Supertalent 2008, Michael Hirte, der…Mundharmonika spielt:

Ab zum See: Tante Taifun