The Gossip stinken

Author’s note: Whatever brought you to this website, be it Google or any other stinking search engine: You won’t find gossip here. No Nicole Richie, no Paris Hilton, no Perez Hilton, no drama or glamour or anything like that. This article – you will find out, if you know German – is about the singer of the US band THE GOSSIP, Beth Ditto. It was originally posted at the end of June and it actually is more like an op-ed about how Beth Ditto is viewed by the German media and how that relates to my bad mood. Also, it hadn’t really caught anyone’s attention up till sometime last week. For some reason, it started to gain more attraction then, so that I decided to put it up again.

If you still wonder how you got here: I do not know. Ask Google! Ask Microhoo, Barack Obama, the Queen, you name it! But we suggest you stay here and hang out a bit. We appreciate you being here!

Und auch unsere deutschen Zufallsgäste begrüßen wir hier recht herzlich! Wir haben keine Ahnung, wie Ihr hierher gekommen seid. Ist aber auch egal. Bleibt da und lest ein paar unserer Texte, zum Beispiel den unter dem Strich, einen ursprünglich Ende Juni online gestellten Text über die Sängerin der Band The Gossip, Beth Ditto, den bis vor etwa einer Woche niemand richtig bemerkt hat. Seither ist das anders, weshalb wir den Text einfach nochmal nach oben verschoben haben. Das kann die Zeitung nicht. Wir schon. Danke und frohes Lesen!

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Es ist eine ganz schlimme, ganz arge, kaum zu kurierende Krux des Viel-Lesens und Viel-Beschäftigens über und mit Musik: Irgendwann hat man sie satt. Hat genug von ihrer Musik, ihrem Auftreten, ihren halbgaren Interviews, ihren zurechtgebastelten Lebensläufen. Und irgendjemand kriegt den so wochenlang angestauten Unmut (spell: H A S S) dann eben ab. In meinem Fall und weil das Ventil jetzt endlich mal geöffnet werden muss, ist das die momentan und völlig unerklärlich gefeierte Kapelle THE GOSSIP.

Land of the very free, meinetwegen. Aber bitte kein Hype um sowas.

Land of the very free, meinetwegen. Aber bitte kein Hype um sowas.

T H E  G O S S I P.

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Komme um eine Assoziation mit dem deutschen Wort „Gosse“ nicht umhin.

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Schaut man sich nur mal die Teaser-Texte der deutschsprachigen Artikel zum Thema an, wie man es beispielsweise hier machen kann, fallen gleich mehrere Dinge auf:

1. RedakteurInnen haben eine extrem begrenzte Fantasie. Höhepunkt dessen beim Dresdner Spiesser: „Beth Ditto-ganz dick im Geschäft„. Bitte einen Watschenbaum für diese junge Dame! Und danach zehn Runden um den Platz!

2. Die albernen Wortspiele von Punkt 1 sind wiederum halb erklärbar, weil:  Beth Ditto ist eine fette Rumkugel. Sie ist, fragte man danach in einer x-beliebigen Fußgängerzone oder vielleicht sogar in einer sozialwissenschaftlichen Ecke einer Unibibliothek, der Mehrheitsmeinung und den sog. Schönheitsidealen nach zu urteilen sogar NICHT SCHÖN. Für manche, eventuell, sogar HÄSSLICH. Und auch: NICHT SEXUELL. Sie ist alles andere als das. Nämlich für meinen Geschmack saumäig LANGWEILIG. Und BRÄSIG. Dass sie nicht alleine in der Band ist, die Medien sie aber, eben weil sie so ist, wie sie ist, herausstellen, macht das Ganze nur noch unerträglicher.

3. Mir ist egal, ob Beth Ditto lesbisch ist oder queer oder gynophil oder androphil oder was auch immer man sich in den Gender-Seminaren ausdenkt, um die zurecht existierende sexuelle Vielfalt zu beschreiben. Warum aber muss diese Frau jedem, JEDEM, JEDEM (Reporter/Journalist/Blogger) unter die Nase reiben, dass sie so ist, wie sie ist? Kann sie nicht einfach so sein? Ich höre schon die Queer-Aktivisten klappern, dass das alles der Aufklärung diene in dieser verstockten, unseren Welt. Ich frage mich aber: Tut es das wirklich? Stecken einen „die Leute“ nicht eher in eine Freakshow-Schublade, wenn man sich in die erste Reihe neben Magermännchen Karl Lagerfeld setzt, weil man dann eben der dernier cri ist, für drei Tage? So wie Lagerfeld seit Jahren in einer Freakshow-Schublade steckt? Educated guess.

4. Und zuletzt und am wichtigsten: die Musik. Wir von Gut wie Gold haben auf Betreiben eines unserer Ehrenmitglieder vor gefühlten hundert Jahren einmal einen Song von The Gossip auf eine Sicherungskopie gebrannt, die wir an unsere Freunde verteilt haben. Standing in the way of control, hieß es damals, Hammer, geil, super Track, unbedingt drauf. Die Wahrheit ist: Das ist ein Kacksong, so wie das meiste, was von The Gossip kommt irgendwie kacke ist. Die Frau singt primitiv, das Gewummer geht nach 30 Sekunden auf den Keks und spätestens dann weiß man: Hätte man die Sicherungskopie doch nie gemacht. „#superfail“, schreibt man bei Twitter für sowas. Und müsste ergänzen: „#superfailinthegossip“.

Gehated von: Tante Taifun (und nur ihm)

UPDATE: Die Replik von the_hoff kann man hier lesen.

7 Antworten zu “The Gossip stinken

  1. Eine interessante Frage wäre auch diese: Was bedeutet es für die Frauenbewegung, eine solche Gallionsfigur vor sich her zu schieben? Da liegt der Eindruck nahe: Klar ist die feministisch, was bleibt ihr auch anderes übrig. Andererseits bekommt sie von Oberfrauenrechtlerinnen Lob für Nacktfotos auf den Covern von (Musik)Magazinen, die sie wohl doch eher aufgrund allgemeiner Sensationsnöte abbilden. Nachdenklich: the_hoff

  2. Das Beth Ditto nicht dem Ideal einer schönen Frau in unserer Zeit (manch Maler hätte sich vor sehr langer Zeit gefreut) entspricht ist unumstritten. Aber spätestens mit „Heavy Cross“ haben sie bewiesen, dass sie zu den ganz großen gehören! Ob das euch unterbelichteten Pissbirnen passt oder nicht, es ist nun mal Tatsache! Diese Frau hat eine Hammestimme und der Gitarrist ist einmalig (weiter so) Wer da was anderes behauptet, hat echt keine Ahnung!!!
    ENDE

  3. Pingback: Gut wie Gold macht Urlaub und recherchiert « Gut wie Gold. Musik, sonst (fast) nix.

  4. Warum hast _Du_ recht und die anderen liegen falsch und haben keine Ahnung?
    Sie ist ne hässliche Rumkugel, wie oben geschrieben und das stimmt auch (schau dir mal die Fotos an).
    Und das kommt besonders in Heavy Cross hervor.
    Wer _das_ nicht sieht ist ne Pissbirne.
    Desweiteren kenne ich viele Leute die „nicht die Idealfigur“ haben und die liegen mit dem Gewicht und dem Aussehen weit unter ihr. Und „sie“ ist sehr weit davon entfernt.

  5. Pingback: Echo 2010 – die Nominierten, die Abräumer & Live-Acts « Laila's Musik Blog

  6. Beitrag extrem primitiv.

  7. Zunächst gebe ich „kewill“ recht.
    „Warum hast _Du_ recht und die anderen liegen falsch und haben keine Ahnung?“ MEINUNGSFREIHEIT
    Ist nicht jeder Mensch einzigartig in seiner Person? Wer oder was gibt vor wie man aussehen sollte? Was schön oder hässlich ist?
    Es hat hier nichts mit richtig oder falsch zu tun!
    Beth Ditto zeigt Selbstbewusstein, damit kommen natürlich so manche Männer nicht zurecht. Sollte Sie sich nun verstecken nur weil einige „Pissbirnen“ Ideale haben, dem sie nicht entspricht?
    Von daher sind Meinungsumfragen sowieso für den Arsch.

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