Pop-Dreier: Strandhotel Markus, Mos Def, Kate Earl

Anlässlich des heutigen Feiertags in Bayern (und sicher auch anderen erzkatholischen und mir daher sympathischen Bundesländern) führe ich hiermit eine neue, die zweite!, feste Rubrik ein: den Pop-Dreier, ab heute immer donnerstags. Mir ist so, als hätte ich den Titel irgendwo unbewusst geklaut, weiß es aber nicht genau. Könnte sein, dass es auf diversen, staatlich subventionierten, sogenannten öffentlich-rechtlichen, dritten Programmen aus Bayern solche Rubriken gibt. Diese wird besser, I promise. Prinzip ist ja klar: Drei flinke Hinweise, Fundstücke aus dem Netz, mal länger, mal kürzer. Mal Hinweise auf Altes und Vergessenes, mal the latest shit, mal nur ein Zitat.

Kate Earl: Bald auf Heavy Rotation (Foto: Earls Myspace)

Kate Earl: Bald auf Heavy Rotation (Foto: Earl's Myspace)

Pop-Eins: Strandhotel Markus. Würde ich auf den ersten Blick nie ein Zimmer dort buchen. Klingt nach Kakerlaken, fadem Salatbuffet und – immerhin! – livrierten Kellnern mit allerdings grausam schlecht sitzenden Anzügen von der Stange. Ist in diesem Fall aber eine sympathische Indie-Pop-Band aus St. Gallen, was, wie jeder weiß, in der Schweiz liegt. Peter von Coast is Clear hat sie vorgestellt und darauf hingewiesen, dass SHM auf der Kettcar-Schiene unterwegs sind. Das ist ja für einige nicht mehr die allerhippeste Anmoderation für eine neue Band. Spaß macht der luftige Gitarren-Pop dennoch, besonders wenn SHM davon singen, dass Bambi besoffen ist oder wie in der aktuellen Single „Disco!Disco!“, die in der Tat textlich und musikalisch sehr, sehr, sehr an Kettcar erinnert, im besten Sinne allerdings. Manchmal muss man aber ein paar Zeilen überhören wie in „Stillstand“, wo von Schmetterlingen die Rede ist, die in Winden fortgetrieben werden. Einen Remix von „Disco!Disco!“ gibt es hier bei Klangschau, das Original des Songs kann man dort genauso herunterladen wie den Radio-Edit des Remixes.

Pop-Zwei: Für mich muss Hip-Hop, um mir zu gefallen, immer eine leicht retrospektive Mischung aus Wu-Tang, Naughty By Nature, The Roots, House of Pain, A Tribe Called Quest und DJ Kool sein. Mainstream also in den Ohren von Experten. Toll zu hören, dass Mos Def, den ich wohl bemerkt habe in den vergangenen Jahren, mit dem ich mich aber nie ausgiebiger beschäftigt habe, dass dieser Mos Def nun also ein Album vorlegt, das mich von Track zu Track mehr in meine kurze, aber in guter Erinnerung gebliebener Hip-Hop-Phase versetzt. Diese Samples, die nach Kung-Fu-Filmen riechen. Die Skits, die immer etwas discoeske Grundfarbe der Musik, I love it. Bei Spinner.com kann man sich das ganze Album kostenlos anhören, das bei uns am 26. Juni herauskommen wird. Unbedingte, von der Musikindustrie nicht honorierte Kaufempfehlung!

Pop-Drei: If I am not mistaken, wird Kate Earl, diese junge Dame hier, demnächst die Heavy Rotation der geliebten Formatradios bestimmen. Educated guess, nachzuhören hier.

Flott, flott: Tante Taifun

Eine Antwort zu “Pop-Dreier: Strandhotel Markus, Mos Def, Kate Earl

  1. Vielen Dank für den positiven Kettcar-Vergleich🙂

    Es ist tatsächlich so, dass „Stillstand“ aus unserer Liederreihe tanzt. Wir mögen den Track unterdessen auch nicht mehr und spielen ihn auch nicht mehr Live, da er viel zu einschläfernd wirkt🙂

    Weitere Tracks sind in Arbeit… stay tuned!

    Gruss aus der Schweiz
    Phil, SHM

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