Französisch saugt. French sucks.

First things first: Wir haben Nachwuchs bekommen. Der bedeutende Medienjournalist David D. der bedeutenden Tageszeitung t. aus B. hat unsere kleine Reisegruppe am vergangenen Mittwoch verstärkt. Das heißt: Seitdem ist er dabei und das noch bis zum 4.5. Willkommen!

Second things second: Mittlerweile haben wir die Küsten gewechselt. Ost statt West und nach einem Abstecher gen Kanada sind wir auch wieder in the Great US of A. Wat is dat schön hier! Auf einmal versteht man wieder alles und kann sich verständigen! In Montréal, wo wir die vergangenen drei Tage verbracht haben, war das indes nicht immer der Fall. Dort anzukommen ist eines der seltsamsten Erlebnisse, die man auf dem nordamerikanischen Kontinent haben kann: Nach einem fast fünfstündigen Flug über selbigen landet man – in Frankreich. Alles, wirklich alles (bis auf die gelbe Straßenmarkierung) erinnert dort an unser geliebtes Nachbarland: Schnoddrigkeit, Unverständlichkeit der Sprache, der Beton, aus dem alles gebaut wird, die rütlieske Banlieue-Jugend…es gibt in der Tat herzlichere Ankünfte, insbesondere wenn man, wie wir in Vancouver, mit Herzlichkeit, gutem Essen und offenen Türen empfangen wird.

Reden wir also lieber nicht über Montréal, sondern über Vancouver. Allein die Zugfahrt von Seattle dorthin war ein großartiges Erlebnis: Entlang von Pazifik-Ausläufern, die Berge wechselnd im Rücken oder vor der Nase, einen ganzen Waggon für einen alleine und tiefenentspannte Schaffner, wie man sie sich für jede Strecke der DB wünschte: Sie singen die Ansagen.

Irgendwo entlang der Strecke (Bild: amtrakcascades.com) zwischen Seattle und Vancouver.

Irgendwo entlang der Strecke (Bild: amtrakcascades.com) zwischen Seattle und Vancouver.

Ist man erstmal durch die Hardcore-Grenzkontrolle der Kanadier hindurch, erschlägt einen zwangsläufig sofort das Panorama, in das sich Vancouver bettet. Überall Berge und davor Wasser, geschmackvolle Hochhäuser und, als Schmiermittel für das alles: kanadische Lässigkeit. Die erlaubt es beispielsweise Busfahrern, deutschen Trotteln wie uns das Fahrtgeld spontan um ca. drei Dollar zu verringern, weil eben diese Trottelgermanen das Busgeld mal wieder nicht passend haben.

Interessant übrigens auch der Umgang der Kanadier mit Drogen jeglicher Art: Gras/Marihuana/Weed riecht man an jeder Straßenecke. Alkohol hingegen darf man nur in Schnapsläden kaufen, dort allerdings ist es zum Teil noch einmal extra in einemn Schrank eingeschlossen. Und Zigaretten werden sogar in einen Safe verbannt, auf dass man sich als Raucher stigmatisiert fühlen und der eben noch rauchende Glimmstengel der letzte sein möge.

Das also ist Kanada.

Gesehen, gerochen und geärgert haben sich: Barchef Stefan, Medienjournalist David und Tante Taifun

Eine Antwort zu “Französisch saugt. French sucks.

  1. Verdammt, warum bin ich nur so neidisch. Ich bitte um mehr Eindrücke um dem grauen Alltag gedanklich zu entfliehen. Grüße an die East Coast

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