The National-sort-of-soundalike – Hungry Villagers

Am Anfang hat man sich ja etwas gewundert: The National. Bescheuerter kann man sich, wenigstens für an die deutsche Sprache gewöhnte Ohren, als Band ja nicht nennen. Doch dann folgte das allzu bekannte Spiel: Die Band wollte und wollte einfach nicht aus dem Player weichen, dem Namen zum Trotz, und überlebt seit bald zwei Jahren sämtliche Moden fast unbeschadet, ja, hält sogar Einzug in mütterliche Plattensammlungen.

Nun kommt etwas Abwechslung in die Junger-Mann-singt-wie-nach-17-Whiskey-Kiste: Hungry Villagers aus Houston, Texas, ist eine vierköpfige Band, die The National zwar nicht gefährlich wird, die aber gerade einigermaßen die Kulturredakteure der Houstoner Presse beschäftigt. Und das völlig zurecht. Die drei südafrikanischen Brüder Jacob, Abraham and David Houck und ihr Drummer Ferrik Hallaron IV machen zwar einiges ähnlich wie The National, zum Beispiel spielen auch sie mit Gitarren. Auch benutzen sie völlig überraschenderweise Mikrofone, um ihre gut geölten Stimmen (derer viele) zu verstärken. Und, ja, auch sie spielen beim riesigen South By Southwest-Festival, besser bekannt als SXSW, in Austin, Texas. Aber sonst?

(Jetzt schreib‘ doch endlich mal was zur Musik!)

Ein Baum voller Geister: Hungry Villagers aus Houston, Texas.

Schnauzer geht immer: Hungry Villagers aus Houston, Texas (Pressefoto).

Ja, also gut. Womit hat man es bei Hungry Villagers denn zu tun? Definitiv mit handgemachter Musik, die wie gesagt entfernt an The National erinnert, aber wegen der Rauchigkeit einer der Stimmen (wem auch immer die gehört) und der Americana-Einflüsse seltsamerweise auch mal Assoziationen an Pearl Jam hervorruft. Besonders die erste Single „Tree full of ghosts“ geht, wie man so sagt, schön nach vorne, ohne zu nerven. Der Fuss wippt, tanzbar ist was anderes, aber für die Autobahnfahrt von München nach Leipzig eine ziemlich gute, ziemlich, ziemlich gute Wahl. Auf der Myspace-Seite finden sich noch drei weitere Songs, darunter das fantastische „Out the fire escape“, in dem das Glockenspiel endlich seiner ursprünglichen Bestimmung zugeführt wird.

Das momentan Beste an den Hungry Villagers ist aber, dass es eine Hälfte, den Song „Tree full of ghosts“, der ersten Single als kostenlosen Download bei Rcrdlbl gibt.

| Myspace | Bandwebsite |

Total angefixt: Tante Taifun

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