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Schnipselmontag (11): Danke, Beth Ditto, Du Streberin!

Die Dame, die diesem Blog in den vergangenen Wochen ungewöhnlich viel Zulauf beschert hat, heißt Beth Ditto und an anderer Stelle haben wir uns mit ihr, ihrer Physiognomie und, huch!, auch ihrer Musik beschäftigt. Dass besonders dieser von unendlicher Missgunst erfüllte, erste Text letztlich eine Mediengeschichte, ein Anprangern der Medienlogik “Dicke, offen lesbische Frau macht halbgute Musik und sitzt neben Karl Lagerfeld” war – geschenkt. Das musste man doch wohl rausgelesen haben. Trotzdem wähnte mancher unserer Leser, die Ehre dieses Blogs erst durch the_hoffs besänftigenden Text gerettet. Da war uns noch gar nicht aufgefallen, dass wir so etwas wie eine Ehre hier überhaupt besitzen oder gar verteidigen.

Zurück zu Beth Ditto, unserem Schnipsel des heutigen Montags. In einem Interview legte sie nun schamlos offen, dass sie sich gar nicht wie ein Rockstar fühle. Ja, dass sie eigentlich sogar eine Streberin sei: “I’m a big nerd”, sagte sie dem Branchenmagazin Spinner. Sie würde sich nie selbst googlen, sondern stattdessen im Internet nach Mysterien fahnden. Korrekt, aber was ist daran streberhaft?

Einmal, da habe sie nach einem besonderen Hai gesucht, den man vor der Küste gefunden habe. Das Verb suchen, sonst übersetzt durch googeln, wird bei Ditto zu YouTube, read this: “You can YouTube this, the prehistoric shark they found in 2007 off the coast of Japan, amazing. Just Google that. It’ll blow your f—ing mind.”

Sieht man sich das Video dazu an, muss man sich schon tatsächlich an den Kopf fassen, damit er nicht auseinandergeblasen wird.

Es ist: ein Hai. Im Wasser. Aus einer anderen Zeit. Hat Beth Ditto nie diesen Film hier gesehen?

Mog ned kämpf’n: Tante Taifun

“Fat people shouldn’t do drugs”: Lebenskunde mit The Gossip

Die Alte hat die Weisheit offenbar mit jedem Hamburger in sich hineingeschlabbert: Beth Ditto, Sängerin der nach wie vor unerklärlich verklärten Band The Gossip aus dem schönen Portland, Oregon, sagte jetzt dem Magazin Spinner: “Fette Menschen sollten keine Drogen nehmen.” Respect for the man in the ice-cream van für diese Erkenntnis.

Aber, Erkenntnis alleine bringt uns ja nicht weiter. Ditto sagte auch noch: “No one should really do them, let’s be honest.” Keiner. Sollte. Drogen. Nehmen.

Aha.

Danke. Beth. Ditto. Für. Diese. Tolle. Erkenntnis.

Gefunden von: Tante Taifun

Natürlich stinken Gossip

Lieber Tante Taifun, it’s me, the_hoff. Ist doch klar, dass Beth Ditto stinkt, schließlich benutzt sie (angeblich) kein Deo. Sie will eben ein Punk sein. Manche Leute werden so, weil sie davon in der Bravo lesen. Andere werden so, weil sie in Arkansas aufwachsen, wo Frauen mit unrasierten und undeodorierten Achseln wahrscheinlich auf dem Scheiterhaufen landeten, gäbe es keinen Sheriff.

Ich muss Dir beipflichten, die Wortkreationen vieler Textschreiber über Beth Ditto entbehren jeder Kreativität und riechen nach nassen Socken. Attribute wie “Rocklesbe im XXL-Format”, wie stern.de titelte, deuten in Richung Freakshow, wie Du sie beschrieben hast. Ich möchte dagegenhalten: Die Frau bindet jedem ihre sexuellen Neigungen, ihre feministische Einstellung und den anscheinend so lockeren Umgang mit ihrem Körper auf die Nase, weil sie jeder danach fragt. Die spielt eben mit. So läuft das Game.

Und Karl Lagerfeld finde ich süß.

Hier kannst Du von mir noch etwas über die Musik lesen. Auch wenn ich ebenfalls nicht um den Status Quo der Sängerin herumkam.

Ganz ohne Hass: the_hoff

P.S.: Als hätte sie Deinen Unmut vernommen, hat die Band soeben beschlossen, auf der Bühne nicht mehr so häufig zu strippen. Vielleicht ein erster Schritt?

Das würde ich noch gerne zur Diskussion stellen: