Campusfest 2010

Wir lieben euch alle

Welcome to the Jungle

Bratze spielen am 23.04.2010 – das ist dieser Freitag – im Absturz zu Leipzig (Feinkostgelände). Es handelt sich dabei um eine Band, deren Mitglieder auch als ClickClickDecker und Der Tante Renate auftreten. Da kann man ruhig hingehen! Wer mehr will: Das Album „Korrektur nach Unten“ ist neu und inzwischen zu haben. Hier eine Kostprobe daraus – sehen doch gut aus, die Jungs! (Man achte auf den großartige Discoschnee/schaum/chemie)

Für 10 (VVK)/12 (AK) Euro darf man rein in die Hütte. Vor Bratze spielen Ira Atari & Rampue. Nach den Konzerten legen zwei von uns auf.

Darauf darf man bauen.

P.S.: Tragt Euch doch hier ein, dann wissen die Kollegen, wie viel Mineralwasser und Salzstangen sie besorgen müssen…

P.P.S.: Umsonst aufs Konzert? Hier lang!

Warm Up

Die Hymne zur Nacht: DatA – One In A Million

*The Return of the Konfettikanone*

Mit dem Gut wie Gold DJ-Team heute Abend in der Skala zu Leipzsch.

Gut wie Gold vs. Skala

Wir haben es angekündigt: The Return of the Konfettikanone.

Am 20. März unter verschärften Bedingungen in der SKALA.

Wir legen auf, Ihr tanzt zu unserer Musik. Der selbe Deal wie immer.

So wie hier:

Schnipselmontag (19): The Boy Who Trapped The Sun

Ein Kollege wollte heute schon eine Nachricht schreiben, in der er – endlich! endlich! endlich! – die Ankunft des Frühlings feiern wollte. Ich konnte ihn gerade noch davon abhalten, denn schließlich war es kurz zuvor über die Agenturen gekommen: Der Winter kommt noch einmal zurück, wenigstens in Teilen Bayerns. Und tatsächlich: Man berichtete mir vorhin live und direkt aus dem Katastrophengebiet: „Es schneit!“
Für diesen Fall haben wir heute die passende Musik. Sie kommt von einem Solokünstler aus London, ursprünglich aber stammt er von der Isle of Lewis, einem Inselchen, das wie wir bei den White Tapes erfahren, „nordöstlich von der schottischen Küste“ liegt. Ach so, der Künstler heißt The Boy Who Trapped The Sun, was hervorragend die Klischees vom sonnenvernachlässigten Nordwesten Europas bedient.

Der Herr, der eigentlich Colin MacLeod heißt, macht, sagen wir mal, fährt Vollgas auf der Singer-Songwriter-Schiene. Mal muss man an Fionn Regan denken, mal an Iron&Wine, dann textet er wieder was von „the grass is always greener“, was ja mindestens bei Travis schon mal gehört wurde. Das macht Laune, das klingt gut, ohne jetzt wegweisend zu sein oder weh zu tun. Einfach gut, für das Ohr, für den Sonntag, für das derzeitige Wetter. Und noch toller: Es gibt einen Song für umme und zwar hier, wenn man seine E-Mail-Adresse da lässt. Bei Rough Trade gibt es die dazugehörige EP „Home“.

So klingt das:

Tänzelt durchs Leben, allenthalben: Tante Taifun

humdrum town

the:hoff hört gerade Musik:

Heute mal was über Florian Silbereisen

Heute schreibe ich, dachte ich mir vorhin so beim Schlendern durch Prenzlauer Berg das Belgische Viertel, heute schreibste mal was über Florian Silbereisen. Einfach so. Also los geht es: Florian Silbereisen. Und schon hat man was über ihn geschrieben. So simpel.

Lieber würde ich aber was zu der von mir seit Jahren offenbar übersehenen Band „Mobius Band“ sagen bzw. schreiben. Ganz richtig: ohne Ö. Sondern mit O. Mobius. Das sog. Möbius Band ist irgendwas Mathematisches, ein Körper mit einer Kante und einer Fläche oder so. Soll auch einfach zu bauen sein: Nimmste n Streifen Papier und klebst die Enden aneinander, aber, Obacht!, vor dem Kleben bitte einmal drehen. Das sind dann am Ende so aus:

Streifen, Drehen, Kleben, Möbius

Streifen, Drehen, Kleben, Möbius

Ziemlich spektakulär. Und zurück zur Band. Die nehmen sich offensichtlich nicht nur Lieder anderer Bands und Künstler vor, aber auch. Und das mit ziemlichem Erfolg, wie ich finde. Sie deshalb schnöde eine Coverband zu schelten, fände ich übertrieben, schließlich sind Remix und Cover die Ingredienzen einer jeden KünstlerInnen-Existenz, es sei in diesem Zusammenhang an HH erinnert: Helene Hegemann. Gefickt wurde da jedenfalls noch nicht.

So, zum dritten Mal zurück zu Mobius: Besonders beeindruckend finde ich, wie sie aus Liedern von mir fernen sog. Künstlern wie Kanye West oder den Dixie Chicks absolut hörbare und wunderbare Songs basteln. Oder eben auch von mir näheren wie Daft Punk. Das klingt dann so:

Das Supernste aber ist, wie der Österreicher sagen würde, das Supernste ist, dass man alle EPs, auf denen diese Coverversionen sind,  für umme runterladen kann. Und damit es nicht so ein Geschisse ist, sind hier die Links zu den ZIP-Dateien:

Empire of Love

Love will reign supreme

Wer sich jetzt fragt: Liebe? Dem sei gesagt: Sind EPs, die zu den vergangenen Valentins-Tagen rausgebracht wurden. Mit dabei ist auch eine wunderbare Version von „Baby, we’ll be fine“ von The National, die wiederum Ende Mai ein neues Album rausbringen und am 9. Mai in Berlin im Astra spielen. Wo auch immer das sein mag. Ich werde dort sein.

Und jetzt noch einmal Florian Silbereisen:

Will so etwas öfter sehen: Tante Taifun

Schnipselmontag (18): Vom zweifelhaften Vergnügen, die Süddeutsche Zeitung lesen zu dürfe8

Ich hatte heute das durchwachsene sog. Vergnügen, die SZ zu lesen. Vier Beispiele:

Seite 6, Überschrift „Pass für ein fremdes Mutterland“: „In Zeiten des Schengener Abkommens, das Grenzkontrollen abschafft, greift dieser Bazillus beispielsweise auch auf Südtirol über: Dort agitiert die regierende Volkspartei für eine automatische österreichische Staatsbürgerschaft neben der italienischen. [...] Die Magyaren mochten damals nicht den wilden Mann im Karpatenbecken spielen. [...] Eine regelrechte Invasion von außerhalb der EU steht der Union aber erst mit dem Beitritt Kroatiens bevor: [...]„

Seite 10, „Lang Langs Ekstasen und Erleuchtungen“: „Nach dieser nicht eben fesselnden Erfahrung musste man sich vor der ‘Appasionata’ geradezu fürchten. Immerhin: Deren Finale provozierte Lang Lang doch dazu, dynamisch etwas gemäßer zu spielen: In Beethovens Presto-Stretta imponierten seine physischen wie psychischen Reserven. Dem Kopfsatz fehlte – wenn nicht gerade Fortissimo-Ausbrüche zu bewältigen waren – im leisen und mittleren Bereich die klangliche Sonorität (was auch an der Gasteig-Akustik liegen kann) und mehr noch die rhytmische Schärfe. Lang Lang verwischte in diesem Allegro Assai den Unterschied zwischen Achtel und Sechzehntel. Aber die Moll-Terzen des Hauptthemas müssen hier als unheimlich knappe Sechzehntel erscheinen und wirklich nicht als verbindliche Achtelnoten.“

Seite 12, „Anything Ghost“, Thema: Helene Hegemanns 18ter Geburtstag im Tresor: „Dunkles Geheimnis Heterosexualität, ich könnte kotzen. [...] Gefickt wird hier erstmal nicht. [...] Ich kann mich grad nicht entscheiden, aus welchem Grund ich weinen muss. [...]„

Seite 33, „Die schönste Stadt Deutschlands“, Thema ist Köln und seine Bummstruppe 1.FC: „Bisher hatte er (der Stadionsprecher)  die auswärtigen Klubtouristen immer in der ‘schönsten Stadt Deutschlands’ willkommen geheißen. Den Gegensatz zwischen diesem dreisten Anspruch und der gebauten Wirklichkeit der Stadt lässt zwar selbst Besucher aus Gelsenkirchen oder Wolfsburg lächeln, aber das ist völlig egal, weil die Botschaft sich gar nicht an die Fremden, sondern an die Einheimischen richtet. Es ist die Versicherung von Heimat und kölscher Geborgenheit, und der 1.FC Köln mitsamt dem quasikatholischen Dauerkarneval in seinem herrlichen Stadion sind Teil dieser erfüllten Identität und Selbstwahrnehmung. [...] Es ist so weit gekommen, dass viele sich nicht mehr wohlfühlen in der schönsten Stadt Deutschlands. [...] Der FC wird deswegen nicht absteigen, aber seine Perspektive in der Bundesliga ist die gleiche wie die seiner Heimatstadt im gemeinen Alltag: Man ist gewzungen, am existentiellen Abgrund zu improvisieren.“

Wundert sich über fast nichts mehr bei seinem Hausblatt, seit er dort auf der Titelseite das Wort „Volkszorn“ in einem angeblich nachrichtlichen Text gelesen hat: Tante Taifun

RZA plus John Lennon=gut

Ja, woher kennt man das gleich nochmal, dass sich jemand die Beatles schnappt und sie verhackstückt? Jubb, von DJ Danger Mouse und seinem bekannten Grey Album, das das Black Album von Jay-Z und das White Album von den Beatles zusammengeführt hat. Und jetzt kommt ein Herr namens Tom Caruana daher, nimmt den Wu Tang-Clan und die Beatles und macht daraus:  Enter The Magical Mystery Chambers.

Und ich will nicht lange rumreden: Das Teil geht sowas von gut nach vorne, da wackeln einem die Zehennägel. Und rollen sich die Wimpern auf. Wie auch immer: Das Beste ist, dass man das Teil nicht kaufen muss, sondern einfach runterladen kann. Und zwar hier. Kostenlos.

Anhören kann man es jetzt aber schon bei uns nicht, weil der Code zum Embedden offensichtlich nicht funktioniert. Toll, wie das hier alles geht. Dann  müsst ihr eben auf die Seite gehen und dort direkt runterladen. Lohnt sich aber in jedem Fall…hach, Youtube rettet uns nochmal alle:

Doch nicht zum Serienkiller mutiert: Tante Taifun

Unsere gesammelten Blockflöten

Gefühlte hundert Jahre sind es her, dass wir hier aktiv waren. Auch an uns ist Weihnachten nicht spurlos vorübergegangen. Einige von uns hängen zwischen Büchern, andere zwischen Kopfhörern fest. Keine gute Ausrede, aber immerhin ein Einstieg für einen Text, dessen einzelne Teile leider gar nichts miteinander zu tun haben werden. Außer eben: Ist Musik.

Los geht’s mit den netten Menschen von analogsoul aus Leipzig. Das ist ein, wie sagt man, Netlabel? Label? Na, eine kleine Plattenfirma ohne Firma halt, die ausschließlich Künstler herauszugeben scheint, die man so gar nicht kennt. Weil man wahrscheinlich nicht mit offenen Augen durch die Welt läuft. Sonst wären einem Jaara oder Clannish ja schon längst ein Begriff und man könnte zu ihren wahlweise elektronischen (Clannish) oder handgemachten (Jaara), boah, Klängen, doppelboah, schwelgen. In anderen Worten: Diese beiden Bands sind ein absoluter Anspieltipp, unbedingt, mit heißen Fingern. Und obendrauf feiert analogsoul auch noch seinen zweiten Geburtstag, am 22. Januar in der Galerie KUB in Leipzig. Mehr Infos dazu gibt es hier. Ach ja: Hoch die Tassen und zeigt mal n bisschen Unterstützung für die Damen und Herren Analogsoul und geht zu der Party!

Zwischendrin schnell ein Video zum Erholen. Es geht um Weihnachten, glaube ich. Und Jesus. Habe mich noch nicht entschieden, ob derjenige hinter dem Video ein Jesus-Freak ist oder ein sich darüber lustig Machender, sprich: ein Höllensatanist.

Während ich das hier so eintippe und der Kaffee langsam aber sicher sein Ziel (mein Hirn) erreicht hat, fällt mir wieder die absurdeste Meldung ein, die ich heute geschrieben habe bzw. die Ausgangsmeldung, auf der meine basierte. Es geht um Zufriedenheit und darum, dass es egal ist, wer Du bist, was Du weißt, wie Du heißt, wie alt Du bist, was Du arbeitest und auch irgendwie wo Du wohnst. Hauptsache, es ist Wochenende! Dann fühlst Du dich frei und kompetent und willst Freunde treffen und so weiter und so fort…damn, aber dann kommt der Sonntagabend und die Welt kollabiert in Dir. Klingt scheiße? Ist Wissenschaft. Kein Witz. Heißt Weekend-Effect.

[Noch drei Tage übrigens, dann sind wir wieder wer.]

Von Peter habe ich den heißen Tipp geklaut, den ich mit Whitest-Boy-Alive-Soundalike umschreiben möchte. Na, schon gespannt? Die Band heißt aber nicht etwa Brownest-Girl-Dead oder so. Sondern Digits. Zahlen. Huijuijui. Ziemlich preisverdächtig, wäre da nicht die Musik. Die zaubert mir nämlich in der Tat ein Lächeln auf das ansonsten ziemlich eingefrorene Gesicht. Denn irgendwie scheint bei Digits und mir auf Anhieb ne Menge zu harmonieren. Ich skippe nicht, ich fastforwarde nicht (spulen sagt man, ne?), ich überlege gar, die zehn Dollar in das „hand made sleeve“ zu investieren. Das wäre doch was. Vielleicht mache ich das gleich noch. Und so hört sich das an:

Hier kann man sich das ganze Album „Hold it close“ anhören und hier gibt es die News zur Band.

And zuletzt gives it dann noch ein komplettes, sehr, sehr tanzbares und hübsches Mixtape (immer hübsch druffklicken, rechte Maustaste bringt nüscht) von den jungen Damen und Herren von The Blue Walrus. Die haben uns ja schon die Official Secrets Act, den Two Door Cinema Club und Florence and the Machine eingebrockt. Mal sehen, woran unsere Ohren dieses Mal so hängen bleiben. Ich tippe ja auf: Coeur De Pirate – Comme Des Enfants (Le Matos Andy Carmichael Remix) (Ist das nicht süß, wie da jemand französisch singen will und es klingt, als wäre es eine Engländerin? Ist aber aus Montréal, das Piratenherz.)

So far from us, mal wieder.

In freudiger Erwartung des Wochenendes:

Tante Taifun